Archive for November, 2009

Morgen eröffnet offiziell die Triodos Bank als größte internationale nachhaltige Bank ihren deutschen Geschäftsbetrieb. Ein guter Schritt, um das Thema ethisches Banking weiter bekannt zu machen, denn es ist laut Süddeutsche immer noch ein Nischenangebot.
Ich arbeite schon länger mit der Triodos zusammen, die u.a. auch Sponsor der KarmaKonsum Konferenz waren. Aktuell habe mit ihnen gemeinsam deren neuen Corporate Blog realisiert.
Ein schönes Projekt, dass auch zum Deutschland Launch erstellt wurde, ist die Webseite 95fragen.de. In Anlehnung an das Cluetrain Manifest sollen hier die relevantesten Fragen unserer Zeit gesammelt werden. Bitte beteilige Dich.
Ich wünsche den Menschen hinter der Triodos Bank alles Gute für den Start.
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November 30th, 2009

Hier eine Anfrage von Katrin Duske, die im im Rahmen Ihrer Diplomarbeit Interviewpartner sucht und herausfinden möchte, welches Kaufverhalten LOHAS praktizieren und welche Auswirkungen dieses auf die Entwicklung des Marktgeschehens nimmt.
Die Arbeit beschäfftigt sich mit den Aktivitäten, die LOHAS beim konsumieren betreiben. Der Fokus zielt folglich nicht auf die Frage nach dem WAS sie kaufen, sondern WIE sie dabei vorgehen. Ich möchte herausfinden, welche Mühen und Arbeiten (wenn dies überhaupt so empfunden wird) hinter einen Einkauf mit nachhaltigen, ethischen und ökologischen Normvorstellungen stecken, und wann, wie und unter welchen Bedingenunen diese getätigt werden.
Um Daten zu generieren, möchte ich qualitative Interviews (also ohne Antwortvorgaben) halten. Es kommt mir darauf an, dass die Befragten frei ihren Ablauf hinsichtlich ihres Kaufvorgangs schildern und mir ihre Beweggründe für diese Form des Konsumierens erläutern. Mir ist wichtig, mit den Personen in´s Gespräch zu kommen, als ihnen stare Antwortvorgaben vorzugeben!
Die Interviews werden über Video-Skype gehalten und audio-aufgezeichnet. Natürlich werden alle Personen in meiner Arbeit anonymisiert.
Freiwillige können mich unter folgender Mailadresse kontaktieren:
katrin. duske at s2003.tu-chemnitz.de
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November 30th, 2009

Hier ein paar schöne Ideen, Gegenstände so umzufunktionieren, dass Sie eine andere Bedeutung bekommen. Das Phänomen, auch bekannt als Bricolage oder Sampling kann die ursprüngliche Bedeutung eines Gegenstandes verändern oder sogar komplett ins Gegenteil umkehren. Klassisches Beispiel ist der Militär-Parka der Anhänger Friedensbewegung. (Hier geht’s weiter für Interessierte).
Diese Ideen stammen von der schweizer Agentur atelier v – und tragen die Namen “umdenken, entdenken & lowtech”. Lustige Videos dazu gibt es hier.
Für dieses Projekt “umdenken” ist auch ein Buch entstanden, das zahlreiche Arbeiten in diesem Stil vorstellt. Leopold von Lilli Green verlost 3 Exemplare des Buchs.
Aber: Kann ein Schwimmflügel eine heiße Glühbirne aushalten?
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November 30th, 2009

Nach einem Konferenzmarathon in Berlin bin ich wieder in Frankfurt angekommen. Ich hoffe, dass die kommenden Tage für mich ausreichend Zeit der Reflektion der vielen Inspirationen und Gesprächen bereit halten.
Das gestrige Gespräch mit dem (Social) Entrepreneur Morten Lund der als Referent auf der Utopia Konferenz zum Thema „ Making a start in the crisis“ geladen war, hat mich so bewegt, dass ich kurz darüber schreiben möchte.
Ich hatte die Chance, mich kurz mit dem Serienunternehmer (Gründer von Skype) und Multimillionär persönlich zu unterhalten.
Auffällig war für mich seine Sprache und die wenig präsente Erscheinung, die im ersten Augenblick noch cool wirkte. Im Gespräch erschienen mir Morgans Gedanken dann doch verstreut und er wirkte auf mich wenig konzentriert. Seine Sprache und Wortwahl war geprägt von Fäkalausdrücken – in etwa jeden zweiten Satz kam das Wort „F***“ oder „Shit“ vor.
Das Gespräch mit ihm hüllte mich in eine anfangs anziehende und zugleich abstoßende Atmosphäre.
Anziehend weil ich in Morten einen großen Sucher sehe, der durch die Möglichkeiten seiner erfolgreichen Unternehmerhistorie soziale Projekte, wie sein Portfolio für nachhaltige Investments mit dem Namen WILD – Worldwide Investments and Involvement in Life Development, angeht. Vor reichen Menschen wie ihm, die sich wie er sozial engagieren, habe ich Respekt, denn es gibt genügend Millionäre, die sich um die Nöte der Welt gar nicht kümmern.
Mein Gefühl ist jedoch, dass in dieser wohlhabenden Schicht ein weltweites Umdenken stattfindet. Oder um es in Peter Unfrieds Worten aus seinem super Abschlussvortrag “ der Utopia Konferenz „Roadmap in die Zukunft zu formulieren: „Die Wohlhabenden werden zukünftig mehr teilen müssen.“
Gewundert hat mich, dass viele Menschen auf der Utopia Konferenz diese Art zu sprechen scheinbar cool und erstrebenswert finden. Das ging bis hin zu öffentlichen Zitaten eines Award-Preisträgers auf der Bühne, der sich in Respekt vor Morgan noch mal dem „F***“-Wort bedienen musste.
Die Auswirkungen eines solchen Sprachgebrauchs wurden scheinbar völlig unreflektiert als amüsant erlebt.
Aus der yogischen Sicht versuche ich persönlich, erniedrigende, negative und nicht wertschätzende Worte aus meinem aktiven Wortschatz zu verbannen. Ich bin überzeugt, dass wir mit Sprache unserer Wirklichkeit kreieren. Ein Teil der sozialen Probleme in unserer Gesellschaft hängen meiner Meinung nach unmittelbar mit der weitverbreiteten nicht wertschätzenden Kommunikation im Privaten und in den Medien zusammen.
Wir, die wir uns mit Nachhaltigekeit beschäftigen sollten bei uns anfangen, etwas zu ändern. Und Sprache ist da ein großer Hebel. In diesem Sinne möchte ich alle um eine respektvollen und wertschätzenden Umgang bitten. Dies kann man täglich üben oder auch mal einen Kurs in Gewaltfreier Kommunikation besuchen. Oder sich mal an kreativen Aktionen wie „Love Guerilla“ beteiligen.
Und als abschließende praktische Übung für mich, möchte ich noch ein dickes Dankeschön und Lob an Dannie Quilitzsch aussprechen, die die Utopia Konferenz wieder super organisiert hat.
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November 28th, 2009

Ab 30. November 2009 am Kiosk erhältlich: Das neues Magazin “Green Home” Mehr Infos: www.greenhome.de
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November 26th, 2009

Heute nachmittag war ich bei Leo in seinem wirklich schönen “Eco-Design” Laden Lilli Green in Kreuzberg.
Seit 4 Wochen ist nun auch der Lilli Green Online Shop online und gestern ist das Sortiment noch einmal gehörig gewachsen. Hinzugekommen sind unter anderem, passend zur Weihnachtszeit, Geschenkpapiere und Grußkarten. Natürlich aus 100% Recyclingpapier und mit Biofarben bedruckt.
Alle Produkte im Lilli Green Shop zeichnen sich durch fairen Handel, Recycling, Verwendung nachwachsender Materialien, Kompostierbarkeit oder Energieeffizienz aus. Vor allem aber sollen sie Spaß machen und beweisen, dass Nachhaltigkeit und anspruchsvolles Design kein Widerspruch mehr sind.
Mit der Auswahl an nachhaltigen Design Produkten hört die Nachhaltigkeit bei Lilli Green aber nicht auf. Verpackung, Versand, Lager, Büro und Marketing unterliegen strengen Ansprüchen und werden darüber hinaus ständig optimiert.
Hier gibt es noch ein paar Bilder aus dem Laden. Und ich empfehle noch zum Thema nachhaltiges Design den Lilli Green Blog, der mich persönlich stark inspiriert.
Ich hoffe, dass ich es morgen noch zu dem Laden “schöner wärs wenns schöner wär” schaffe, der auch sehr schön sein muss.
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November 24th, 2009

Ich habe ja für diese Woche das KarmaKonsum Büro nach Berlin verlegt und wohne hier zusammen mit Sebastian, der mich freundlicherweise beherbergt. Wir machen jeden Abend eine private Hip Hop Night auf youtube - Ausflüge in unsere gemeinsame Musikvergangenheit.
Gestern war ich auf der Jahreskonferenz des Rates der nachhaltigen Entwicklung. Mit über 1200 Teilnehmern war es sehr voll teilweise so voll, dass man keinen Sitzplatz mehr bekam. Ich bemerke in der letzten Zeit öfter, dass ich immer die gleichen Leute treffen, was nett ist, aber der Networking-Effekt darunter leidet. Meine Idee: Mal verkleidet auf einer Konferenz erscheinen und Unbekannte anquatschen.
Ich habe das Panel “Welchen Wohlstand brauchen wir?” besucht. Dabei ging es um neue Modelle, wie wir Wohlstand unabhängig von materiellem Besitz definieren können. Es wurde viel über nachhaltigen Konsum, den ich ja viel lieber als politischen Konsum bezeichne, geredet. Auch über spannende Themen wie regionale Wirtschaftskreisläufe und Subsitenzwirtschaft. Interessant fand ich den Einwand von Dr. Christian Votava, dass wir uns vor der Vorstellung verabschieden müssen, dass uns die Großunternehmen Wachstum bringen werden. Votava appelierte an die Politik, kleine und mittelständische Unternehmen in Nischenmärkten zu fördern. Insgesamt kamen mir da aber zu wenige konkrete Impulse vom Podium.
Nachmittag durfte ich dann der Rede (hier gibt es einen Video-Mitschnitt) von Kanzlerin Angela Merkel lauschen. Und ich muss gestehen, ich habe seit gestern Sympathien für Frau Merkel entwickelt. Ihre Rede war sehr authentisch und nett (mit einigen Lachern) und auch klar, wie komplex das Klimaschutzthema auf internationaler Ebene ist. Auf der Jahrestagung übergab der RNE der Kanzlerin auch das Gutachten (Peer Review) einer internationalen Expertengruppe.
Dieser Bericht würdigt Deutschlands bisherige Leistungen beim Klimaschutz und bei umweltfreundlichen Technologien. Die Autoren kritisieren aber auch, Deutschland bleibe im Kampf gegen den Klimawandel unter seinen Möglichkeiten. Das Land nutze seine guten Voraussetzungen und Talente nicht koordiniert und entschlossen genug. In „Sustainability Made in Germany“ empfehlen die Experten Bundeskanzlerin Angela Merkel, die deutsche Nachhaltigkeitspolitik schwungvoller und wirksamer fortzuführen und benennen konkrete Handlungsfelder, darunter eine stärkere und integrierte Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in allen Bundes- und Landesressorts sowie eine stärkere Führungsrolle des Bundeskanzleramts.
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November 24th, 2009

Eine Nachricht, die mein Herz als Skateboarder höher schlagen läßt: Durch die Initiative von Skateistan ist in Kabul die erste Indoor-Skatehalle Afghanistans entstanden. An dem zweijährigen Bau der Halle waren die Regierungen von Deutschland, Norwegen, Dänemark und Kanda beteiligt.
Skateistan sammelt weltweit gebrauchtes Skateboard-Equipment für Jugendliche und fördert die Kids der Krisenregion auch mit einer Skateboardschule in Kabul. Auf der Homepage findest du, wie du dich engagieren kannst. Tolles Projekt.
Hier ein Video zur Skateschule.
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November 23rd, 2009
Schon etwas älter, aber eine wirklich schöne Idee von fightglobalwarming.com: “Ride, don’t drive.”
via: betterandgreen
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November 23rd, 2009

Am Freitag hatte ich die Ehre, als Gastdozent vor den Studenten des Studiengangs Umweltmanagement in Iserlohn einen Vortrag zum Thema New Eco Marketing zu halten.
Ich liebe es neue Menschen zu treffen. Auch gerade am Wochenende oder beim Vision Summit habe ich tolle und inspirierende junge Menschen kennengelernt. Viele Studenten sind auf der Suche nach einem Betägigungsfeld im Bereich des Nachhhaltigkeitsmanagements. Was mir vor allem bei Wirtschaftswissenschaftlern auffällt, ist die Mischung aus in- und extrinsischer Motivation: Themen wie die Verbindung von Ökonomie und Ökologie oder Social Business sind ziemlich angesagte Themen wie noch vor einigen Jahren die Automotive, Bier- oder Handyindustrie und versprechen dabei sehr gute Karrierechancen:
In den nächsten zehn Jahren werden alleine im Sektor Erneuerbare Energien 120.000 Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Auch andere Länder, wie beispielsweise die USA oder China, setzen verstärkt auf diesen Trend, so dass international mit vielen neuen Berufsmöglichkeiten zu rechnen ist.
Wir brauchen gut ausgebildete Menschen. Nur: Wenn ich mich selbst erkannt habe, was meine ganz persönliche und Motivation ist, dann bekommt die eigene Arbeit einen neuen und ganz anderen Drive. Sie wird auf ein anderes Niveau gehoben. Warum? Weil man es spürt, ob jemand etwas bewegen möchte und Spass bei der Sache hat- aus welchem persönlichen Grund auch immer. Nicht umsonst ist das 7. Prinzip des Grameen Social Business “Do it with joy” ein wichtiger Satz für mich. Dabei meine ich nicht, dass man Tag für Tag händeklatschend aufsteht, sondern daran Spass findet, seiner eigenen Motivation/ inneren Stimme zu folgen. Innere Beweggründe sprechen viele nicht direkt aus, was allerdings nicht bedeutet, dass diese nicht vorhanden wären: Ich bin fest davon überzeugt, dass diese aktiv gefunden werden müssen. Und daran haben wir gearbeitet.
Es hat Spass gemacht. Vielen Dank an Prof. Dr. Thomas Meuser, Marie Ting und Kristin Borlinghaus.
Weitere Infos zum Studiengang:
Das Bachelor-Studium Umweltmanagement (Green Business Management, Bachelor of Science) vereint, was lange Zeit getrennt war, jedoch unmittelbar zusammenhängt: Ökologie und Ökonomie.
Da der Umweltschutz eine Wachstumsbranche darstellt, ist der Studiengang Umweltmanagement (Green Business Management) ein wichtiger Schritt in die Zukunft. Dieses Studium stellt die „grünen“ Entwicklungen und ihre Auswirkungen auf das alltägliche (Wirtschafts-) Leben in den Mittelpunkt. Dabei werden insbesondere die betriebswirtschaftlichen Chancen und Risiken eines zeitgemäßen Umweltmanagements vermittelt…
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November 23rd, 2009
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