Archive for Juli, 2009

Sehr coole Idee aus den USA: Window Farms sind kleine vertical Farms. Vertical Farms sind urbane Landwirtschaftsprojekte, bei denen Obst und Gemüse nicht in der Fläche, sondern in der Vertikalen ganzjährig angebaut werden.
Die Macherinnen der Initiative, Britta Riley & Rebecca Bray, haben das Konzept des vertical Farmings auf gewöhnliche Fenster in Wohnungen oder Büros übertragen. Sie betreiben nicht nur selbst Window Farms in ihren Apartments in New York, sondern sie bieten auch Workshops und DIY-Videos an, wie man es selbst machen kann.
Hier ein gutes Einführungsvideo:
Selbst angebautes Gemüse ist eine der höchsten Formen des KarmaKonsums. In diesen Lebensmitteln steckt unsere Handlung (Karma) drin und unser Konsum kann sehr bewusst stattfinden, weil wir eine starke Verbindung zu der Pflanze besitzen, die wir gezogen und gepflegt haben. Wir haben in diesem Jahr auch schon ein paar Sachen aus unserem und Mamas Schrebergarten geerntet. Hmm lecker
via: twitter.com/retostauss
P.S. Und bei best-practice-business.de wurde gerade gestern auch ein innovatives Vertical Farming Projekt aus Schweden vorgestellt, das in drei Jahren realisiert werden soll.
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Juli 30th, 2009

Oder- wie happy ist die Blogospähre eigentlich?
In den letzten 4 Jahren ist laut einer Studie, bei der die Emotionen-Suchmaschine „wefeelfine“ eingesetzt wurde, die Wahl Barack Obamas zum US-Präsidenten der fröhlichste Tag für englischsprachige Internet-Nutzer gewesen. Schlechte Stimmung gab es hingegen, als Michael Jackson verstorben ist.
Die schön dokumentierte Studie ist im Fachmagazin Journal of Happiness Studies erschienen und hat etwa zehn Millionen Blog-Beiträge analysiert. Dabei erfasst die Suchmaschine Beiträge aus 2,3 Millionen Blogs, die mit „I feel“ oder „I am feeling“ anfangen, aus denen sich so die Grundstimmung im Netz ablesen lässt.
Aber was ist denn eigentlich Glück? Alle verstehen darunter etwas anderes und können es oft nur in Relationen zu anderen fassen. Aber alle hoffen und vertrauen auf ihr Quäntchen. Sicher ist es etwas anderes, als uns die Glücksindustrie mit Altersvorsorgesicherheiten oder nachgeholfener Schönheit verkaufen möchte.
Erzwingen ist da wohl etwas anderes als Vertrauen zu haben. Wie ich in der Glücksausgabe der Brand Eins gelernt habe, macht es tatsächlich Sinn damit zu rechnen, mit dem Glück. Denn wer an das Glück glaubt, der hat es auch!
„Die Möglichkeit des Glücks“, so der Konstruktivist Watzlawick (in seiner Ratgeberparodie “Anleitung zum Unglücklichsein”), „liegt in der Tat in der Aufgabe der Idee, man müsse das Glück erreichen. Man käme so möglicherweise zu der Einsicht, dass die Suche nach dem Glück allein am Nichtfinden desselben schuld gewesen sei…
via: heise
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Juli 29th, 2009

Bei dem rePly Chair Projekt bekommst du einen Bauplan, um dir deinen persönlichen Lounge Chair aus recycletem Sperrholz zu zimmern. Schöne Idee, vor allem wenn man mal gesehen hat, wieviel Sperrholz, das z.B. auf Baustellen verwendet wurde, weggeschmissen wird.
Dabei kannst du natürlich auch andere Materialien wie alte Straßenschilder oder Skateboards in dieser Sitzgelegenheit verarbeiten. Die Einzelteile des Stuhls bestehen übrigens aus eher kleinen Holzstücken, was das Sourcing erheblich erleichtert.
Auf der Webseite gibt es eine Gallerie, in der du Design-Anregungen findest. Ich finde den ersten Entwurf ganz schick (erinnert mich an den Prouvé Standard Chair).
via: hautenature
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Juli 29th, 2009

Bildquelle: Flickr
Franz Alt hatte es in seinem Buchklassiker “Der ökologische Jesus” schon 2003 formuliert: Aktiver Umweltschutz und nachhaltiges Wirtschaften ist eine spirituelle Pflicht zur Bewahrung der Schöpfung. Dies erkennen zunehmend spirituelle Führer aller Weltreligionen.
Es tut sich was in der Ecotheology Szene: Papst Benedikt XVI hat Anfang diesen Monats in seiner sozialen Enzyklika sehr medienwirksam mehr Umweltschutz und Ethik in der Wirtschaft gefordert. Hier ein sehr guter Artikel dazu im Economist.
Jetzt hat die internationale Alliance of Religions and Conservation, eine von Prinz Philip initiierte Organisation mit Sitz in England, Klimaschutz als oberstes Ziel aller Religionen formuliert. Die Organisation entwickelt gerade eine 5- bis 9-jährige Klimaschutzstrategie.
Diese wird im Vorfeld der UN-Konferenz in Kopenhagen im November auf Schloss Windsor vorgestellt und von führenden Vertretern der 11 Hauptweltreligionen verabschiedet.
Hier sehe ich ein sehr großes insbesondere soziales Veränderungspotenzial, wenn die Gläubigen dieser Welt eine gemeinsame Vision bekämen. Nicht mehr die Unterschiede, sondern die Gemeinsamkeiten rückten damit in den Fokus: Unity in Diversity.
via: www.twilightearth.com
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Juli 29th, 2009
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Der gute Beitrag „Abzocke mit Bio-Labeln?” vom NDR zeigt, wie konventionelle Anbieter wie Henkel oder H&M irreführende Aussagen zur Umweltbilanz der Produkte machen und wie viele Verbraucher darauf reinfallen.
via: http://konsumpf.de/?p=5212
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Juli 28th, 2009

Inspiriert durch einen Beitrag auf Trendhunter.com habe ich eben ein erstes Plakat in Frankfurt aufgehängt.
Diese leicht zu kopierende Aktion (hier ein Vorlage zum Download und Drucken) fördert unser Verbundenheitsgefühl mit unseren Mitmenschen. Wenn Du das Plakat aufhängst, tue es mit Hingabe und Mitgefühl und denke daran, wie es andere Menschen erfreuen wird.
Solltest Du ein Foto von Deiner Aktion machen, schicke es mir bitte per Email oder füge einen Link zu dem Bild als Kommentar ein. Bin gespannt, ob die Aktion sich verbreitet.
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Juli 27th, 2009

Die Pfand-Angel ist ein Werkzeug, dass die Suche nach Pfandflaschen aus Mülleimern und Altglascontainern erleichtern soll. Dieses Werkzeug hat sich der Kölner Künstler Oliver Schulze als Student an an der Ecosign/Akademie für Gestaltung erarbeitet.
Genauer gesagt in einem Kurs, mit dem Ziel der Entwicklung eines “politischen Objekts.” Dabei entwickelte er die Pfand-Angel für Menschen am unteren Rand der Gesellschaft und verweist auf Armut und auch auf vorhandene Ressourcen.
Die Bauanleitung, die auch ohne Schrift verständlich ist, zeigt einen einfachen Weg, um die Pfand-Angel aus recycelten Materialien herzustellen. Das Ergebnis wurde 2007 von der Ecosign/Akademie für Gestaltung mit dem Preis für innovatives und nachhaltiges Design prämiert.
Herr Schulze macht neben interessanter und subversiver Kunst übrigens auch das Design für das deutsche Skatelabel Robotron.
Bernd Draser, ein Dozent der Ecosign hat übrigens auch auf unserer Konferenz im Juni gesprochen. Hier findest du das Sprecher-Video.
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Juli 24th, 2009
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Sehr coole Aktionen und erfreulich zu sehen, dass es hier die Frauen sind, die unser Stadtbild verändern. Graffiti ist ja normalerweise eine Männer-Domäne, ich war ja auch mal ein Betonkünstler.
Ich glaube ja fest an das Revival der tradionellen Handwerkskunst. Ich sehe darin nicht nur ökologisch und ökonomisch sinnvolle Aspekte, sondern auch gerade das soziale Element empfinde ich als sehr attraktiv. Realisert wurden solche Konzepte schon, z.B. das Strick-Cafe in Toronto: Eine offene Begegnungsstätte von und für Trendsetter, ein chilliges Cafe, Shop für Wolle und Nadeln und gleichzeitig eine Lehrwerkstatt mit Strickkursen. Sehr innovativ und nachahmenswert.
Kombiniert mit Web 2.0 Tools wie Twitter oder Blogs und modernen Vertriebsformen wie etsy oder dawanda erhalten HandwerkerInnen eine bisher ungeahnte Reichweite in ihrer Nische.
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Juli 24th, 2009

Der Rat für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung (wer wissen möchte, was das ist, kann hier den KarmaKonsum Podcast mit einem Interview dazu hören) hat anlässlich der Jahrestagung im November eine Umfrage gestartet. Ziel ist es, ein Stimmungsbarometer aus der Community einzuholen.
Hier geht es zur Umfrage
Ach ja, in diesem Kontext auch noch ein Hinweis auf Mission-Sustainability. Dies ist ein Nachhaltigkeitswettbewerb des Nachhaltigkeitsrates, bei dem jährlich innovative Projekte ausgezeichnet werden (mit Shake Hands von höhsten Politikerm bei der Preisverleihung).
Du kannst dich noch bis zum 29. September 2009 hier bewerben.
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Juli 23rd, 2009

Der erste deutsche Carrotmob war eine gelungene Aktion, die Phil Glöckler mit seinem Team in Berlin gerockt hat. Hier geht es zum Fazit und hier eine wirklich gute Anleitung, wie Du einen Carrotmob in Deiner Stadt organisieren kannst.
Am 7. August wird in Basel der nächste Carrotmob stattfinden.
Wer einen Carrotmob in Frankfurt organisieren möchte, kann mich gerne ansprechen. Ich bin dabei.
Und hier noch der super, super schöne Trailer zur internationalen Carrotmob Bewegung.
http://www.vimeo.com/2913530
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Juli 23rd, 2009
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