
In der westlichen Welt ist ja meist nur die körperorientierte Form des Yogas (Hatha-Yoga) bekannt. Yoga ist auch ein komplexes Philosophiesystem aus Indien, das relativ konkrete Hinweise zu einem “sinnvollen” Leben gib und mich täglich führt.
Der oben zitierte Vers stammt aus den Yoga-Sutras des Patanjali (Kapitel 2 Vers 16) und erklärt die einfache yogische Verhaltensregel: “Heyam dukham anagatam“ – „Leid, das sich noch nicht manifestiert hat, sollte vermieden werden.“
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April 7th, 2009
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“Wer denkt für morgen?” fragt die ZEIT in der aktuellen Ausgabe und stellt zwölf Persönlichkeiten vor, denen die ZEIT-Macher unterstellen, “dass sie uns weiterführen”. ZEIT-Autorin Elisabeth von Niejahr dazu: ”Wo gibt es Köpfe, deren Argumente man hören sollte, wenn alte Gewissheiten im Stundenrythmus zusammenbrechen?”.
Ein Porträt widmen die Autoren dem Yale-Ökonomen Robert Shiller, der - zusammen mit George Akerlof (Ökonom in Berkely und Nobelpreisträger) - das Buch “Animal Spirits” geschrieben hat. Sehr spannend ist auch das Porträt von Sunita Narain, Direktorin des indischen Centre for Science and Environment. Das “Umweltgewissen Indiens”, so die ZEIT-Autorin Christiane Greffe, sagt von sich “Ich habe nie keine Fragen” und wurde nun vom indischen Premierminister in dessen Kommission für die nationale Klimaschutzstrategie berufen.
Liest man im Handelsblatt-Karriere-Beileger “Perspektiven” (Ausg.Nr. 46) von den Versuchen der MBA-Kaderschmieden, das Thema Social Entrepreneurship mehr zu integrieren, besteht meiner Meinung nach durchaus Hoffnung, dass immer mehr verstehen: Veränderung fängt im Kopf an. Und: Veränderungen werden stets durch Menschen, durch Persönlichkeiten vorangetrieben und getragen. Diesen Gedanken setzt das Bochumer Institut für Social Banking um - wer mehr wissen will, dem sei der spannende Artikel im Handelsblatt “Die Geldverbesserer” empfohlen.
“Perspektiven” stellte in seinem Beitrag u.a. das “Center for the Advancement of Social Entrepreneurship” (Mehr hier) an der renommierten Duke University oder das “Social Innovation Centre” an INSEAD vor (Mehr hier). In Deutschland integriert beispielsweise die Mannheim Business School in ihr MBA Programm Social Business Projekte. Übrigens wird in der gleichen “Perspektiven”-Ausgabe die Cambridge-Wirtschaftsprofessorin Noreena Hertz vorgestellt.
Noreena Hertz (41), Associate Director des Centre of International Business and Management der Universität Cambridge, wird mit den Worten zitiert “Es scheint mir eine komplette Fehlannahme, dass Menschen nur rationale Nutzenmaximierer sind, und es in den Wirtschaftswissenschaften nur um mathematische Modelle, Kurven und Grafiken geht. Das ökonomische Handeln von Menschen wird auch von Gesellschaft, Geschichte und Kultur bestimmt.” Hertz wurde nun auch an die Rotterdam School of Management (RSM) berufen. Die Begründung des RSM-Chef dazu, laut Perspektiven-Autor Christoph Mohr, “Mit ihren provokanten Ansichten wird sie ganz ohne Zweifel für viel Bewegung an unserer Schule und unter unseren MBA-Studenten sorgen. Und das ist genau das, was wir wollen.”
Mein Fazit: Mehr davon! Wir brauchen mehr mutige Vordenkerinnen und Vordenker und wir brauchen im “Land der Ideen” vielmehr Orte des kreativen Nachdenkens und geistiger Undiszipliniertheit. Schließlich wusste schon Einstein: ”Probleme löst man nie mit der Denkweise mit der sie enstanden sind. “
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April 7th, 2009